Fastenwandertag

Wandergruppe © Klaus Ertl

Am Samstag, den 30. April haben wir bei super schönem Wetter einen Wandertag veranstaltet. Um 9 Uhr starteten wir bei der KHG mit einer gemischten Frauengruppe, die aus Studentinnen, ebenso wie aus Pensionistinnen bestand, unseren Fastenwandertag. Als erste Etappe gingen wir den Wörthersee entlang bis zur Christkönig-Kirche in Krumpendorf. Unterwegs brachte ich zwei Impulse ein, um das Kennenlernen etwas zu erleichtern. Einerseits lernten wir durch ein Ballspiel die Namen unserer Begleiterinnen und andererseits habe ich Fragen vorbereitet, um leichter ins Gespräch zu kommen. Dabei handelte es sich um Fragen wie zum Beispiel: Welche Gemüsesorte wärst du gerne? Wenn du mit einer Person deiner Wahl Essen gehen könntest, wer wäre das? Es war wirklich erstaunlich, wie tiefgreifend Gespräche durch diese einfachen Fragen sich entwickeln können. In Krumpendorf stießen einige motivierte Personen aus der Gemeinde und auch eine Gruppe der Organisation „One Piece Each“ zu uns. Der Organisation „One Piece Each“ geht es darum, Müll zu sammeln und richtig zu entsorgen. Dadurch möchte sie ihren Beitrag für eine bessere Umwelt leisten. Ich wollte diese Gruppe gerne bei der Fastenwanderung dabei haben, da es für mich in der Fastenzeit vor allem darum geht, sich darauf zu besinnen, was uns Gott alles geschenkt hat (Natur, Familie, Freunde, usw.). Und was ist besser, um die Natur wertzuschätzen und zu schützen, als Müll zu sammeln? Ab diesem Zeitpunkt setzten wir unseren Weg deshalb Müll sammelnd fort.

Impulse für die Gruppe © Christian Salmhofer

Von Krumpendorf gingen wir zunächst bis zur Ulrichskirche in Pirk, wo wir uns besonders den Friedhof, auf dem einige bekannte Persönlichkeiten beerdigt wurden, näher anschauten. Nach einem abschließenden Gebet forderte ich die Gruppe auf, schweigend bis auf den Pirkerkogel zu gehen – ein Großteil der Gruppe schaffte das auch 😀 Viele empfanden es als angenehm, eine Zeitlang nicht reden zu müssen und sich stattdessen auf die Natur und die Geräusche im Wald zu konzentrieren. Am Pirkerkogel angekommen, folgte eine erste längere Pause, bei der besonders die Aussicht bewundert wurde. Der See schien an diesem Tag, so richtig türkis zu leuchten.

Ausblick über den Wörthersee © Klaus Ertl

Bis zur Aussichtswarte Hohen Gloriette, die sich über Pörtschach befindet, gingen wir dann fast ohne Unterbrechungen. Einige TeilnehmerInnen klagten zwischendurch über Beinschmerzen, aber schlussendlich schafften alle den Weg. Zufrieden und stolz auf die eigene Leistung und auch über die doch beträchtliche Menge Müll, die wir eingesammelt hatten, sonnten wir uns einige Minuten auf dem weißen Säulenpavillon. Die letzte Strecke bis nach Töschling zum Bahnhof bewältigten wir dann schnell, weil wir unseren Zug, der uns zurück nach Krumpendorf oder Klagenfurt West bringen sollte, nicht verpassen wollten und weil direkt neben dieser Strecke die lärmende Autobahn verlief. Alles in allem war die Wanderung ein echter Erfolg und ich hoffe, dass wir eine solche bald wiederholen können ?

© Katja Salzer